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GEGEN DAS VERGESSEN

Eine „asoziale“ Pfälzer Familie

Interaktive Lesung
Alfons Ludwig Ims hätte nach den Maßstäben der Nazis gar nicht geboren werden dürfen, denn seine Eltern waren nach den Diagnosen der NS-Rasseneugeniker „schwachsinnig“ und „asozial“. Alfons Ludwig lms ist in armseligen Verhältnissen in Kaiserslautern aufgewachsen. Heute ist er 75, lebt in Neckargemünd, hat ein Mathematikstudium erfolgreich abgeschlossen und 40 Jahre in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit gearbeitet. Jetzt hat Alfons Ludwig Ims die Geschichte seiner Familie recherchiert und veröffentlicht. Ein ergreifendes Stück Zeitgeschichte von ganz unten bis in die Gegenwart.

Mittwoch | 01. Juli | 19 Uhr in der VHS | Eintritt frei

Die Köchin des Kommandanten

Filmvorführung und Gespräch
Dokumentarfilm, Deutschland 2018, FSK: ab 12 Jahren
Der Film geht auf Spurensuche: Zwei Menschen, die sich in Mannheim einst kannten, begegnen sich 1942 in Auschwitz, dem Ort grauenvollster Verbrechen, wieder: Sophie Stippel (1892-1985) und Rudolf Höß (1901-1947). Höß ist der berüchtigte Kommandant dieser Todesfabrik, in der über eine Million Menschen ermordet wurden. Sophie Stippel war als „ernste Bibelforscherin“ (Zeugen Jehovas) bereits Jahre im Konzentrationslager inhaftiert. Höß nimmt sie als Köchin und Haushaltshilfe in seine Villa. Die Dokumentation begleitet den Enkel von Sophie auf den Spuren der Vergangenheit seiner Großmutter. Er will wissen, wann und wie sich die Lebenswege seiner Großmutter und Rudolf Höß kreuzten. Der Film ermöglicht einen unmittelbaren Zugang in die Strukturen der Verfolgung durch das NS-Regime und verdeutlicht durch den Perspektivwechsel von Häftlings- und Täterseite die perverse Logik der Vernichtungslager.
Vor dem Film findet ein Gespräch mit Karen Strobel, Regisseurin des Films und Archivarin im Mannheimer Marchivum und Gerhard Sander, Enkel von Sophie Stippel, statt.

Montag | 06. Juli | 19 Uhr in der VHS | Eintritt frei

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