Die Reformation in Italien

Anhand der Lebensgeschichte der Gelehrten Olympia Fulvia Morata (1526-1555)

Ulrike Halbe-Bauer

In Zusammenarbeit mit den Evangelischen Kirchengemeinden in Brühl und Schwetzingen sowie der Evangelischen Erwachsenenbildung Rhein-Neckar-Süd
Die Reformation erfasste auch Italien, die Fürstin Renata di Francia am Hofe von Ferrara umgab sich mit protestantischen Gelehrten und gewährte Calvin Asyl. In Rom bildete sich ein Reformkreis um Kardinal Reginald Pole, dem nur eine Stimme bei der Papstwahl fehlte. Zu diesem Kreis gehörten auch Michelangelo Buonarroti und Vittoria Colonna.
Olympia F. Morata bekam am Hofe von Ferrara die Intrigen und Kämpfe am eigenen Leib zu spüren, denn Herzog Ercole II. war Lehnsmann des Papstes, während seine Frau Renata di Francia protestantische Flüchtlinge um sich scharte. In diesen Sog geriet Olympia Morata, die, vom Hofe verstoßen, mit ihrem deutschen Mann, dem Humanisten und Arzt Andreas Grundler, vor der Inquisition in das von Religionskriegen überzogene Deutschland floh und sich dort von der Calvinistin zur Lutheranerin wandelte. In Heidelberg wurde die gelehrte Frau von Kurfürst Friedrich II. mit dem Auftrag geehrt, als Privatdozentin an der Universität Griechisch zu lehren.
In ihrer Lesung zeichnet die Autorin das aufregende Leben der Olympia Morata nach und stellt dabei auch die wichtigsten Strömungen der protestantischen Bewegung in Italien kurz vor.
Der Professor für Medizin Wilhelm Rascalon setzte ihr einen Grabstein, auf dem er "ihre einzigartige Kenntnis beider Sprachen" preist. Der marmorne Grabstein befindet sich heute in der evangelischen Peterskirche.

Kursnummer: 172-10903
1 Termin, 2 Unterrichtsstunden
Do, 23.11.2017, 19:00 bis 20:30 Uhr
Kursort: Brühl, Ev. Gemeindezentrum Brühl, Hockenheimer Straße 3
Eintritt frei
20 - 100 Teilnehmer/innen

Anmeldung:

Der Kurs ist bereits beendet.

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